Im Vorfeld des Konzertes in Büderich (19.04.24) hat Anton drei neue Songs fertig gestellt. Es handelt sich um die Lieder „Noch immer bei mir“, „Seeschlacht“ und „Zu alt“. Sie alle feiern in der Kuniberthalle (Karten gibt es u.a. online bei Hellwegticket hier) ihre Bühnenpremiere.

„Noch immer bei mir“ 
Das Lied stammt aus Antons Feder und erzählt von der Liebe zu seiner Frau Riekie. Die beiden sind seit 50 Jahren verheiratet und haben im vergangenen Jahr Goldhochzeit gefeiert. Im Refrain heißt es: „Ja nun ist sie hier, noch immer bei mir / Wie kann das sein? / Die Liebe sagt nie nein.“ Der Song ist sehr persönlich und steckt voller Erinnerungen: „Der erste Kuss, noch voller Schüchternheit / Setzt alles in Bewegung / Halb eins, es war schon spät und ich voller Erregung“, heißt es in der Strophe. 

Zunächst gab es das Lied nur in einer niederländischen Version: „Nog steeds bey me“ (Album "Leeftijd"). Für das Konzert in Büderich hat der niederländische Singersongwriter das Lied nun übersetzt. 

„Zu alt?“ 
Das Lied „Zu alt?“ ist eine philosophische Frage an das Leben. Es beruht auf einem Gedicht, das der Feder des niederländischen Poeten Drieck van Wissen (Dichter des Vaderlands) entstammt. „Bisher kennt noch niemand in Deutschland diese Texte und die daraus entstammenden Lieder“, sagt Anton. „Das wird sich mit dem Konzert in Büderich ändern.“ Und darum geht es in dem Lied: „Irgendwie wird einem doch immer gesagt, dass man als Mensch zu alt sei“, sagt Anton van Doornmalen und ergänzt: „... wie jung du auch bist.“ Nur, wenn die letzte Stunde geschlagen habe, sei man zu jung. Die Komposition geht zurück auf das niederländische Lied „Leeftijd“, das Anton komponiert hat und das auf dem Gedicht von van Wissen basiert. 

Eigentlich bedeutet „Leeftijd“ – das Alter. Für die neue Version wird das Substantiv zur Frage. Im Lied heißt es: „Du bist zu alt, hörst du dir ständig an / Zu alt, dich noch so halbstark zu betragen / zu alt für Kneipentour und Schürzenjagen / So Vieles hättst‘ du gerne noch getan.“ 

„Seeschlacht“ 
Auch dieses neue, deutschsprachige Lied geht zurück auf den Poeten Drieck van Wissen, der im Jahr 2010 leider verstorben ist und mit dem Anton mal eine Theatertournee in den Niederlanden geplant hatte. „In dem Lied geht es um Erinnerungen an die Kindheit“, sagt Anton. „Am Strand haben wir als Kinder alles gemacht, um unsere Sandburgen vor Wasser zu schützen, damit sie nicht zusammenbrechen.“ Und so geht es in dem Song um Verzweiflung, aber auch um Hoffnung. 

In dem Songtext heißt es: „Als kleiner Junge mit ner Schippe bloß / kämpf‘ ich um meine schwache Burg / bis sie am Schluss dann doch, doch zusammenbricht / Das Meer gibt, das Meer gibt, gibt ihr den letzten Stoß.“ Und im weiteren Verlauf gibt es Bezüge auf das heutige Leben: „Auch heut‘, auch heut‘, ein halbes Leben später / Gibt mir die Verzweiflung oft neuen Mut / Immer, immer wieder, wieder neuen Mut.“